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Lutz-Diät

Die Lutz-Diät ist eine fettreiche und stark kohlenhydratreduzierte Diät, die von dem österreichischen Arzt Wolfgang Lutz (* 1913) erfunden wurde. Sie gehört zu den Low Carb-Diäten und weist viele Gemeinsamkeiten mit der Atkins-Diät auf.

Wolfgang Lutz studierte Medizin in Wien und Innsbruck und habilitierte 1943 an der Wiener Universität. Nach dem 2. Weltkrieg arbeitete er als Internist in Salzburg. Wie er in seinem Buch Leben ohne Brot berichtet, zog er sich mit den Jahren eine ganze Reihe von gesundheitlichen Problemen zu, u. a. eine Hüftarthrose, chronische Polyarthritis und Erschöpfungssyndrome. Nach seinen Aussagen konnte er diese Beschwerden allein durch die Umstellung auf eine kohlenhydratarme Diät mit 6 Broteinheiten pro Tag (ca. 72 Gramm Kohlenhydrate) heilen bzw. deren Fortschreiten zum Stillstand bringen.

Lutz entwickelte daraufhin eine allgemeine Theorie zur Schädlichkeit von Kohlenhydraten für die Gesundheit, die er in verschiedenen Publikationen und in seinem Buch Leben ohne Brot 1967 veröffentlichte.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Theorie
  • 2 Kritik
  • 3 Publikationen
  • 4 Weblinks
  • Theorie [Bearbeiten]

    Anders als bei Robert Atkins steht bei Lutz nicht die Gewichtsabnahme im Vordergrund, sondern es geht ihm um die allgemeinen gesundheitlichen Auswirkungen, die Vorgänge im Körper und die Prävention bzw. Behandlung von chronischen Erkrankungen.

    Nach seiner Auffassung werden die meisten chronischen Erkrankungen durch Hormonstörungen, meist ausgelöst durch zu hohe Insulinausschüttungen, verursacht. Er entwirft dazu eine hormonelle 2-Komponententheorie, wonach das endokrine System des Menschen stets um einen Ausgleich zwischen anabolen (aufbauenden) und katabolen (abbauenden) Hormonen bemüht ist. Insulin ist gemäß dieser Theorie ein anaboles Hormon, das bei übermäßiger Ausschüttung je nach Stoffwechseltyp zu einer schwächeren Ausschüttung anderer anaboler Hormone und/oder einer stärkeren Ausschüttung anderer kataboler Hormone führt. Gemäß Lutz ist für Gewichtsab- und -zunahme in erster Linie die Hormonlage im Körper verantwortlich und erst in zweiter Linie die Differenz zwischen aufgenommenen und verbrauchten Kalorien.

    Einen Beleg für seine Behauptungen sieht er in anthropologischen Theorien, wonach der Mensch über einen sehr langen Zeitraum als Jäger und Sammler überwiegend Fleisch verzehrt hat und kein Getreide und dass hochglykämische Kohlenhydrate erst mit der Neolithischen Revolution vor ca. 5000 Jahren nennenswerten Eingang in die menschliche Ernährung gefunden haben. Lutz vermutet - ähnlich wie die Vertreter der Steinzeiternährung - dass die Menschen an die veränderten Ernährungsgewohnheiten nicht ausreichend genetisch angepasst sind. Entsprechend ist bei seiner Diät die Kohlenhydratmenge auf 72 Gramm pro Tag reduziert, Brot ist generell verboten.

    Wolfgang Lutz gib an, über 10.000 Patienten während seiner 40-jährigen Praxiszeit mit seiner Diät behandelt und zahlreiche chronische Erkrankungen damit geheilt zu haben, unter anderem Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Magenerkrankungen, Gicht, Metabolisches Syndrom, Epilepsie und Multiple Sklerose.

    Wolfgang Lutz veröffentlichte Statistiken über die Entwicklung von Blutwerten seiner Patienten, die belegen sollen, dass sich kritische Blutwerte unter seiner sehr fettreichen Diät nicht verschlechtern, sondern zum Teil deutlich verbessern. Insbesondere behauptet er auf Basis des Zahlenmaterials, dass sich die Cholesterin- und Harnsäurespiegel unter seiner sehr cholesterin- und proteinreichen Diät in der Regel bessern. Er kann jedoch keine unabhängigen Studienergebnisse vorlegen.

    Die DCCV (Deutsche Morbus Crohn/Colitis ulcerosa Vereinigung) führte 1996 unter der Leitung von Prof. H. Lorenz-Meyer und Prof. P. Bauer mit der Lutz-Diät die so genannte Crohn-V-Studie durch, die trotz methodischer Abweichungen seine Aussagen in weiten Teilen bestätigte.

     

    Kritik [Bearbeiten]

  • Die Lutz-Diät enthält einige Widersprüche. So empfiehlt sie den uneingeschränkten Genuss von Milchprodukten, obwohl diese den Menschen der Steinzeit nicht zur Verfügung standen, da sie keine Viehzucht betrieben. Somit müsste auch hier die genetische Anpassung fehlen. Auch der hohe Fettkonsum ist im Bezug auf die Steinzeit kritisch zu sehen, denn Wildfleisch ist im Vergleich zu Fleisch von Zuchttieren extrem mager, und das Fett von Wildtieren hat eine andere Zusammensetzung.
  • Die Theorien, auf denen Lutz' Empfehlungen beruhen, sind teilweise wissenschaftlich nicht haltbar. Die Geschichte der Menschheit hat nicht erst in der Steinzeit begonnen. Das Gebiss der Menschen entspricht dem von Allesfressern (Omnivoren), ist also auch zum Zermahlen von Getreide geeignet.
  • Die Ernährung ist nicht ausgewogen, der Anteil an Fett und Proteinen wird von vielen Ernährungswissenschaftlern als überhöht angesehen. Es gelten die grundsätzlichen Kritikpunkte für Low Carb-Diäten. So wird einem erhöhten Eiweiß-Konsum die Entstehung von Nierenschäden zugeschrieben, eine vermehrte Fettaufnahme soll eine Erhöhung des Cholesterinspiegels bewirken und einen erhöhten Harnsäuregehalt mit der Gefahr von Gichtanfällen zur Folge haben. Auch die Anfälligkeit für Nierensteine soll zunehmen.
  • Publikationen [Bearbeiten]

  • Leben ohne Brot - Die wissenschaftlichen Grundlagen der kohlenhydratarmen Diät, 15. Auflage, 2004, ISBN 3-88760-100-9
  • Kranker Magen, kranker Darm - Was wirklich hilft, 1995, ISBN 3-88760-080-0
  • Cholesterin und tierische Fette - Eine Neubewertung, 1988, ISBN 3-927290-01-7
  • Die Lutz-Diät - Kerngesund und schlank - endlich ohne zu hungern, 1986, ISBN 3-7205-1395-5
  • Weblinks [Bearbeiten]

  • http://www.informed-gmbh.de/cgi-local/informed/iread.pl?befehl=3&buch=lutz - Wolfgang Lutz: Kranker Magen, kranker Darm - Online Version
  • Netdoktor zur Lutz-Diät
  • Kategorie: Diät

 

 

 

 

 

 

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